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Dienstag, 15. August 2017

Notlandeplätze - NATO-Nostalgie mit Zukunft?

A57-Parkplatz Bönninghardt (ww) Ein schnurgerades Stück Autobahn ohne Überführungen, ein Parkplatz rechts, ein beginnender durchbetonierter Mittelstreifen und nach zwei bis drei Kilometern wieder ein Parkplatz auf der Gegenfahrbahn. NATO-Nostalgiker wie der Verfasser wissen sofort bescheid: Man hat einen Notlandeplatz (NLP) passiert.
Blick vom Parkplatz Bönninghardt in nordwestliche Richtung auf die durchasphaltierte Fahrbahn der A57.
Man beachte auch den rot-weiß markierten Funkmast. (Foto: JPW)
Notlandeplätze dienten im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung als militärische Ausweich-Flugplätze. Die als NLPs vorgesehenen Autobahnabschnitte ließen sich in kurzer Zeit umbauen, entsprechendes Gerät - beispielsweise mobile Tower - standen in relativer Nähe bereit. Viele dieser Einrichtungen gibt es nicht mehr, dennoch bleiben sie rudimentär zu erkennen. Weitere Details lassen sich mit etwas Suchen ebenfalls finden. Beispielsweise asphaltierte Zufahrtsstraßen zu den Parkplätzen, die einst als Stellfläche für Flugzeuge dienten. Oder Stromverteilerkästen zur Energieversorgung. Oder rot-weiß-markierte mögliche Flughindernisse.
Haben ist bekanntlich besser als brauchen, und so lassen sich möglicherweise einige der ehemaligen NLP wieder nutzen. Daß dies noch geübt wird, zeigte neulich das US SOCOM im Baltikum. Hier ließen Forward Air Controller  (FAC) Erdkampfflugzeuge A-10A Thunderbolt auf einer estnischen Autobahn landen.
FAC des USSOCOM lassen A-10s auf einer estnischen Autobahn landen. (Fotos: USSOCOM)

FAC des USSOCOM lassen A-10s auf einer estnischen Autobahn landen. (Fotos: USSOCOM)


Insofern: Many happy landings, NLPs!



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