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Montag, 23. Januar 2017

Auf (Drei-)Zack - Kommando Spezialkräfte der Marine auf der boot 2017

Düsseldorf (ww) Als begeisterter Wassersportler besuche ich sehr gerne die boot in Düsseldorf. Nachdem ich letztes Jahr ausgesetzt hatte, führte mich dieses Mal der Weg gleich wieder in Halle 3 zu den Tauchern. Seit Jahr und Tag stellen dort auch Kampfschwimmer und Minentaucher ihre Aktivitäten vor, so auch auf der boot 2017.

Kampfschwimmer im Tauchturm auf der boot 2017. Foto: JPW
Erstmals auf der altehrwürdigen Wassersportmesse zu sehen war dieses Jahr auch das neue Barettabzeichen des Kommando Spezialkräfte der Marine.

Das neue Barettabzeichen des Kommandos Spezialkräfte der Marine (KSM). Foto. JPW
Es zeigt einen Dreizack im Eichenlaubkranz. Selbstverständlich ist es in Gold gehalten und sitzt an dem marineblauen Barett - wie zuvor das von den Kampfschwimmern getragene Barettabzeichen der Marinesicherungstruppe.

Freitag, 20. Januar 2017

Modular Handgun SIGstem - Nachfolge der M9 in der U.S. Army entschieden (mit Nachtrag)

Washington D.C./Newington, New Hampshire/USA (ww) Zum Ende der SHOT Show kommt die Nachricht, die nicht nur in den USA für Aufsehen sorgen dürfte: Die U.S. Army hat SIG Sauer mit der Lieferung des Modular Handgun Systems beauftragt!
Die SIG MHS 320, oben Full Size mit Magazin mit erweiterter Kapazität, unten die Kompaktversion. Beiden gemeinsam ist der erdfarbene Farbton und die externe Sicherung Auf dem Verschluss steht "XM17", die Modell-Katalogisierungsnummer des MHS. Foto: SIG Sauer

Die Waffen von der rechten Seite. Danke an Sabina und Frank, die dieses Foto übermittelten.

Wie das US-Verteidigungsministerium heute (19. Januar 2017) bekannt gab, erhielt SIG Sauer einen Lieferauftrag in Höhe von 580,217,000 US-Dollar (544.243.546 Euro). Die Leistungen umfassen Pistolen, Zubehör und Munition und werden voraussichtlich Anfang 2027 abgeschlossen sein.

Dienstag, 17. Januar 2017

Militärisches MakeUp – neue Gesichtstarncreme von BCB International

Cardiff (UK)/Las Vegas (USA) Die britische Firma BCB International stellt gegenwärtig auf der SHOT Show ihre neue Produktpalette für Gesichtstarnschminke vor. Noch bis zum 31. Januar läuft darüber hinaus der Fotowettbewerb "Masters of Camouflage 2017".
Foto: BCB International

Zu den neuen Produkten gehört unter anderem eine neue zusammendrückbare Gesichtstarncreme. Unternehmenssprecher Phillippe Minchin: „Unser Chemiker-Team arbeitet unermüdlich daran, unsere Gesichtstarnschminke zum besten militärisch verfügbaren Produkt zu machen. Wir sind stolz, unseren Teil dazu beizutragen, dass sich unsere Soldatinnen und Soldaten vor dem Feind verbergen zu können. Ob bei Kälte, Hitze oder im urbanen Umfeld – unsere Tarnfarben lassen sie nicht im Stich.“
Bis zum 31. Januar können BCB-Nutzer (mindestens 18 Jahre alt) am Masters of Camouflage 2017 teilnehmen. Einfach ein Bild von sich mit Tarnung unter dem Betreff "Masters of Camouflage January 2017" an info@bcbin.com einsenden.
Das Bewerbungsfoto des SuT-Blogs beim Masters of Camouflage 2017. Dem Gegner nimmt hier zusätzlich Nebel durch Tabakgenuss die Sicht! Foto: JPW

Der Teilnehmer muss die Rechte am Bild haben und sich damit einverstanden zeigen, dass BCB das Bild für Marketingzwecke verwenden darf. Es winken attraktive Sachpreise aus dem Hause des Outdoor-Ausrüstungsspezialisten. Viel Glück!

www.bcbin.com

Freitag, 13. Januar 2017

Fregatte F125 auf Präsentationsfahrt

Rostock/Cuxhaven/Helgoland (ww) Vier neue Fregatten der Klasse F125 sollen demnächst die Deutsche Marine verstärken. Die Schiffe sollen die „Blauen Jungs“ dazu befähigen, auch in weit entfernten Seegebieten über lange Zeiträume Präsenz zeigen zu können und die Seewege gegen Bedrohungen durch Piraterie und Terrorismus, aber auch gegen Flugzeuge, U-Boote und Kriegsschiffe schützen zu können.

F222 "BADEN-WÜRTTEMBERG", das Typschiff der F125-Klasse. Foto: Bundeswehr/Carsten Vennemann
Da im Rahmen des Schutzes von Seewegen auch Ziele an Land bekämpft werden müssen - etwa durch weitreichende Artillerie oder Spezialkräfte – soll die Kooperation mit Heer und Luftwaffe verstärkt werden, beispielsweise durch die Möglichkeit, Soldaten der anderen Teilstreitkräfte einzuschiffen.
Die wesentlichen und weiteren Fähigkeiten in Stichworten:
  • weltweiter Einsatz über längere Dauer (Intensivnutzbarkeit)
  • Teilnahme an sowie Führung von nationalen wie multinationalen Verbänden
  • Teilnahme an sowie Führung von maritimen Operationen auch mittlerer/geringerer Intensität, wie Evakuierungsoperationen oder maritimer Hilfeleistungen (flexible Handlungsoptionen)
  • Automatisierte Abwehr asymmetrischer Bedrohungen
  • Weitreichende taktische Feuerunterstützung von Landeinheiten
  • Unterbringung und Abstützung von Spezial- und spezialisierten Kräften,
bei gleichzeitiger
  • Einsatzdauer im Einsatzgebiet von 24 Monaten
  • Reduzierung der Besatzungsstärke und Umsetzung eines Mehrbesatzungskonzeptes
Gestern (12.01.2017) veranstalteten Marine, BAAINBw und die Industrie eine Präsentationsfahrt mit dem Typschiff der F125-Klasse, der nach meinem Geburtsland benannten "BADEN-WÜRTTEMBERG". Mein Kollege Thomas Wiegold von „augengeradeaus“ hat dazu einen schönen Bericht verfasst, auf den ich hier gerne verweise.

www.marine.de

Donnerstag, 12. Januar 2017

Kommentar: Vielfalt und Verteidigung

Berlin (ww) Brachte der Bundesminister des Innern zu Beginn dieses Jahres die sicherheitspolitische Diskussion mit weitreichenden Vorschlägen zur Weiterentwicklung der deutschen Sicherheitsarchitektur in Schwung, zieht nun seine Kabinettskollegin aus dem Bendler-Block nach.   Am 31. Januar 2017, so wird vorab gemeldet, lässt die Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt im Frieden, Dr. med. Ursula von der Leyen, in Berlin ihren „Startschuss für mehr Vielfalt“ krachen.  Über 200 hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Militär sowie Angehörige sexueller Minderheiten sind zum Workshop „Sexuelle Orientierung und Identität in der Bundeswehr“ eingeladen. Man erwartet den Generalinspekteur der Bundeswehr ebenso wie die Inspekteure der Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche, die Militärbischöfe, den Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestags und die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Thema der Veranstaltung ist, „wie die sexuellen Minderheiten in der Bundeswehr am besten mitgenommen werden können.“

Bunte Wehr: Das Logo des Stabselement Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion im Geschäftsbereich des BMVg
Grafik: BMVg
In der Folge sollen wichtige Grundsatzdokumenten zum Thema Vielfalt erarbeitet werden. Ausschlaggebend für die Initiative ist wohl die seit Aussetzung der Wehrpflicht angespannte Nachwuchslage der 170.000-Personen-Armee: „Ob homo-, bi- oder transsexuell – die Kompetenzen aller Bundeswehrangehörigen werden gebraucht und sollen systematisch genutzt werden. Die Bundeswehr muss sich fortlaufend als ein wettbewerbsfähiger, flexibler und moderner Arbeitgeber positionieren.“

Daß das federführende „Stabselement Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion im Geschäftsbereich des BMVg“ mit viel Verve seine Herausforderungen angehen wird,  dürfte außer Zweifel stehen. Daß seine Aktivitäten in der Truppe auf ähnliche Begeisterung stoßen, wie vorangegangene Maßnahmen (etwa das Soldatinnen- und Soldaten-Gleichstellungsdurchsetzungsgesetz), ebenso. Kein Wunder: Toleranz ist das eine, befohlene Begeisterung das andere. Gänzlich unbedeutend ist verordnete Gleichstellung jedoch für die kleine Kampfgemeinschaft.  Denn dem Kämpfer ist es schnurzpiepegal, ob sein Kamerad männlich, weiblich, unentschlossen oder wie auch immer sexuell orientiert ist. Als ausschlaggebend für die Akzeptanz erweist sich die individuelle Kampfkraft – denn das Gefecht stellt alle gnadenlos gleich.

Abgesehen davon verwundert es, daß die Bundeswehrführung nicht mit ähnlicher Begeisterung die Diskussion zur Wiedereinführung der Wehrpflicht angeht. Denn eine (weiterentwickelte) Wehrpflicht oder gar eine Dienstpflicht würde nicht nur eine nebulöse Resilienz zu einer dringend erforderlichen gesamtgesellschaftlichen Wehrfähigkeit steigern, sondern darüber hinaus eine konsequent gleichberechtigte vielfältige Gesellschaft  widerspiegeln.

Jan-Phillipp Weisswange

Mittwoch, 11. Januar 2017

Providentiae memor - die sächsische Polizei rüstet sich

Dresden (ww) Providentiae memor - der Vorhersehung eingedenk: Dieser Wahlspruch zierte einst das sächsische Wappen. Er erinnerte an die Verteidigung des stolzen Staates im Krieg 1806. Für den Kampf gegen den Terrorismus brachte der Freistaat im letzten Jahr ein 15- Millionen Euro-Paket auf den Weg. Am heutigen 11. Januar 2017 erhielten die sächsischen Schutzleute von ihrem Dienstherrn, dem Staatsminister des Innern Markus Ulbig, umfangreiche Ausstattung für Terror- und Amoklagen.
Der sächsische Staatsminister des Innern, Markus Ulbig (M.) neben einem SEK-Beamten und einem Streifenpolizisten in Sonderausstattung. Foto: SMI Sachsen

Hierzu zählen sieben sondergeschützte Fahrzeuge und weiterhin neue Schutzwesten, Helme, Plattenträger und Mitteldistanzwaffen. Die Beschaffung erfolgte aus dem im vergangenen Jahr beschlossenen Anti-Terror-Paket.

Ausschreibung der Bundeswehr: Sturmgewehr Spezialkräfte

Koblenz (ww) In das Vorhaben "Sturmgewehr Spezialkräfte" kommt Bewegung. So veröffentlichte das BAAINBw heute den Auftrag zur "Herstellung und Lieferung von Sturmgewehren für die Spezialkräfte der Bundeswehr". Von September 2017 bis Juni 2019 Insgesamt sollen 1.705 Exemplare angekauft werden. Der geschätzte Auftragswert liegt bei 11 Millionen Euro.

Die geforderten Konstruktionsmerkmale:
1. Kaliber 5,56 x 45 NATO
2. Vollautomatischer Gasdrucklader
3. Beidseitige Bedienbarkeit
4. Signaturdämpfer
5. STANAG 4694 Schienen an Handschutz und Waffenoberseite
6. Länge ohne Signaturdämpfer maximal 900mm
7. Einsatz in Gebieten mit den Klimakategorien A1-3, B1-3, C0-2 und M1-3 gemäß STANAG 4370 ohne Einschränkung der Funktionalität
8. Lebensdauer des Gehäuses mindestens 30.000 Schuss; Lebensdauer des Rohres mindestens 10.000 Schuss
9. Maximal 3,8 kg Gesamtgewicht ohne Magazin und ohne Optik
10. Zubehör wie Lasermodul, Stabtaschenlampe und Trageausrüstung
Neben den 1.705 Serienmodellen sollen zuvor fünf Produktmuster und weitere 40 Nachweismuster geliefert werden.

Mögen die Spiele beginnen!