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Montag, 17. Juli 2017

System Infanterie von Rheinmetall

Düsseldorf (ww) Rheinmetall hat sein neues „System Infanterie“ vorgestellt. Das teilt der Düsseldorfer Konzern am 17 Juli 2017 mit. Das System Infanterie soll die Kampfkraft der abgesessenen Kräfte in Verbindung mit unbemannten Systemen und unterstützenden Feuerkomponenten erheblich steigern.
Die Komponenten des Systems Infanterie von Rheinmetall. (Foto: Rheinmetall)

Im Zentrum des Systems steht der Infanterist. Er übernimmt auch in den auf die neuen Einsatzszenarien ausgerichteten Landstreitkräften eine zentrale Funktion. Der Infanterist muss sich im hochmobilen, hauptsächlich abgesessenen Einsatz in schwierigem, unübersichtlichem Gelände und meist auch im urbanen Umfeld bewegen – teilweise unter extremen klimatischen Bedingungen. Er ist einer Vielzahl von Bedrohungen ausgesetzt und muss sich gegen symmetrisch und auch asymmetrisch operierende Gegner mit der angemessenen Intensität durchsetzen können.
Rheinmetalls System Infanterie vernetzt die Soldaten, ihre Sensoren und Effektoren einschließlich ihrer unbemannten Systeme und Fahrzeuge zu hoch wirksamen Gefechtsverbunden, schafft ein einheitliches Lagebild und bindet die einzelnen Komponenten in die vernetzte Operationsführung ein. Das System ist für den infanteristischen Einsatz in schwierigem Gelände einschließlich des Kampfes im bebauten Gelände ausgelegt.


Donnerstag, 6. Juli 2017

Nochfolge rollt - HX2-Familie wird neue Logistikfahrzeuggeneration der Bundeswehr

Koblenz/München (ww) Die Entscheidung im Großvorhaben „Ungeschützte Transportfahrzeuge (UTF) der Bundeswehr ist gefallen: Rheinmetall MAN Military Vehicles hat am 5. Juli 2017 einen Rahmenvertrag für die Lieferung von über 2200 hochmodernen militärischen LKWs an die deutschen Streitkräfte erhalten.
HX2 6x6 (Foto: Bundeswehr)
Die neuen Fahrzeuge der HX2-Familie von Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV) lösen ab 2018 die alten Modelle der KAT I-Generation ab, die teils schon vor 40 Jahren beschafft wurden. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters und der somit steigenden Ersatzteil- und Lebenswegkosten genügen sie nicht mehr heutigen Standards. Der jetzt durch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) erteilte und auf sieben Jahre angelegte Rahmenvertrag umfasst die Gesamtzahl von 2271 Fahrzeugen der HX2-Familie im Bruttowert von rund 900 MioEUR (760 MioEUR netto). In einem ersten Schritt wurde ein Los von 558 LKWs (inklusive Sonderwerkzeugen und Ausbildungsleistungen) unter Vertrag genommen, was einem Bruttoauftragsvolumen von rund 240 MioEUR (200 MioEUR netto) entspricht. Der überwiegende Teil der wesentlichen Komponenten – Motoren, Achsen, Getriebe und Aufbauten – entstammt deutscher Fertigung, die Montage der Fahrzeuge wird im Wiener Werk der RMMV erfolgen. Die Auslieferung dieses ersten Loses erstreckt sich auf den Zeitraum 2018 bis 2021.

HX2 - bewährte Großserientechnik maßgeschneidert für den militärischen Bedarf
Moderne Streitkräfte sind bei ihren Einsätzen im In- und Ausland darauf angewiesen, dass jederzeit Mobilität und zuverlässiger Nachschub sichergestellt sind. Robustheit, Vielseitigkeit und Funktionalität auch bei widrigsten Straßenverhältnissen und in schwerstem Gelände sind wichtige Kriterien. Von erheblich gewachsener Bedeutung sind auch flexibel zurüstbare Schutzlösungen, die der Sicherheit der Besatzungen dienen.

Die neueste HX2-Fahrzeuggeneration von RMMV erfüllt alle diese Kriterien. Sie basiert auf jahrzehntelanger Erfahrung in der Entwicklung, im Bau und nicht zuletzt auch der Betreuung militärischer Fahrzeuge. Gleichzeitig gehören HX2-LKWs weltweit zu den Fahrzeugtypen mit der höchsten Einsatzerfahrung: Weltweit befinden sich bisher rund 10.000 Exemplare im Einsatz.
Die HX-Familie gibt es in den Varianten 4x4 (2-Achser) bis 10x10 (5-Achser) zum Beispiel als Cargo- oder Bergefahrzeug, als Tankwagen, Systemträger, Faltstraßen- oder Brückenleger. Die Motoren der verschiedenen Modelle sind auf eine Leistung von bis zu 680 PS ausgelegt.
Aus dem Fahrzeugfamiliengedanken resultiert eine weitgehend identische Bedienung, Wartung, Instandsetzung sowie Ersatzteilgleichheit und damit geringe Nutzungsdauerkosten. Darüber hinaus bietet RMMV Service aus einer Hand an.

Die Fahrzeugfamilie folgt konsequent dem MOTS-Ansatz (Military-off-the-Shelf): Genutzt werden erprobte und zuverlässige modifizierte Großserienkomponenten, die speziell auf militärische Bedürfnisse ausgelegt wurden, so dass maßgeschneiderte Militärfahrzeuge bei höchster Kosteneffizienz entstanden sind.
HX2 8x8 im Gelände (Foto: Bundeswehr)


Ein entscheidendes Qualitätsmerkmal der Fahrzeuge ist die nachhaltige Auslegung des Fahrgestells zur Tragfähigkeit von Schutzausstattung. Mit der höchsten Vorderachslast in seiner Klasse ist das Fahrzeug in der Lage, noch besser geschützte und ausgestattete Fahrerhäuser für bis zu drei Personen aufzunehmen. Die Kabinen können mit einer optionalen ABC-Schutzbelüftungsanlage, mit integrierten Führungs- und Informationssystemen, Anbindungen für Soldatensysteme, fernbedienbaren Waffenstationen, Jammern, aktiven Verteidigungssystemen (ADS) oder Schnellnebelschutzsystemen ausgerüstet werden.

Von vornherein sind diese Trucks nicht nur auf höchste Robustheit, Nutzlast, Mobilität und Geländegängigkeit ausgelegt, sondern serienmäßig gemäß STANAG auch auf Einsatz-bereiche bei Temperaturen von -32°C bis +49°C Grad Celsius. Sie können aber auch auf jegliche anderen klimatischen Bedingungen angepasst werden, so ist bei Bedarf für etliche Fahrzeuge ein Arctic-Kit für Temperaturen bis -46°C erhältlich. Weiterhin besteht die Möglichkeit, ohne große Umbaumaßnahmen C4I Systeme einzurüsten. Die Fahrzeuge zeichnen sich auch über die beste erreichte EMV-Verträglichkeit bei LKWs aus.

Weitere spezielle Leistungsmerkmale sind die serienmäßige Watfähigkeit von 1,5 Metern ohne Vorbereitung und hochentwickelte Motoren mit voller F34-Treibstoffverträglichkeit gemäß NATO Single Fuel Konzept.

Weltweit in Nutzung
Die hohe weltweite Verbreitung von RMMV-Fahrzeugen bringt gerade im Hinblick auf multinationale Einsätze große Vorteile bei Interoperabilität und Logistik. Aktuell gehören unter anderem Großbritannien, Australien, Neuseeland und Dänemark zum Nutzerkreis. Norwegen und Schweden haben ebenfalls Aufträge in nennenswerten Größen bei RMMV platziert.
Mit der jüngsten Beauftragung durch die Bundeswehr stellt Rheinmetall einmal mehr seine führende Rolle als Systemhaus der Heerestechnik und insbesondere als Anbieter eines umfassenden Portfolios im Bereich der Ketten- wie auch der taktischen und der logistischen Radfahrzeuge unter Beweis.


www.rheinmetall-defence.de

Dienstag, 4. Juli 2017

Bundeswehr modernisiert ihre Boxer-Flotte auf Konstruktionsstand A2

München (ww) Die Bundeswehr modernisiert ihre Boxer-Flotte. So bringen die deutschen Streitkräfte 124 Gruppentransportfahrzeuge, 72 schwere geschützte Sanitätsfahrzeuge, 38 Führungsfahrzeuge und zwölf Fahrschulfahrzeuge auf den Konstruktionsstand Boxer A2. Ein entsprechender Auftrag der europäischen Rüstungsagentur OCCAR erging am 28. Juni 2017 an das Boxer-Konsortium ARTEC, ein Joint Venture von Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall.
Die Umrüstung der Boxer-Fahrzeuge auf den neuen Konstruktionsstand A2 umfasst umfangreiche Modernisierungen sowohl des Fahr- als auch des Missionsmoduls
Im Einsatz bestens bewährt: Das GTK Boxer. (Foto: Bundeswehr)
Zur Kampfwertsteigerung der Fahrmodule auf den Konstruktionsstand A2 gehören unter anderem der Einbausatz „Fit-for“-Fahrersichtsystem, Änderung der Abgas - und Kühlluftführung, neue Umverstauungskonzepte für das Abschleppseil und den Fahrerstand sowie die Abdeckung des Heckscheinwerfers. Ebenso wird eine mit der Automatischen Identifizierungstechnik (AIT) konforme Kennzeichnung eingeführt. Weiterhin werden Forderungen aus Safety-Workshops umgesetzt, darunter die ABS-Funktionsüberprüfung oder die Überwachung der Differentialsperre.
Bei den Missionsmodulen umfassen die Modifikationen des Konstruktionsstandes A2 grundsätzlich eine Brandunterdrückungsanlage (BUA), AIT-Kennzeichnung, eine Fernlenkbare Waffenstation FLW200 mit Mehrplatzbedienung, Tochterbildanzeigen für Kommandant und Gruppenführer, die Bereitstellung des Videosignals des Fahrersichtsystems am Kommandantenplatz sowie die Anpassung der Außenverstauung, der Antennenkonfiguration und der Beladung. Dazu kommen Anpassungen der Kommunikationsausstattung und der Software.
Beim Führungsfahrzeug wird weiterhin eine neue Kommunikationsausstattung verbaut. Bei der IT-Ausstattung werden zusätzliche Komponenten integriert, darunter DVI-, LAN-, Y-Adapterkabel und ein DC/DC-Wandler. Ebenso wird Internet-Telefonie (Voice over IP/ VoIP) integriert.
Beim schweren geschützen Sanitätsfahrzeug werden Waffentaschen zur Verstauung von G36 integriert. Beim Fahrschulfahzeug erfolgen Anpassungen des Ausbilderplatzes. Insbesondere werden baugleiche Fahersichtsystem-Monitore wie am Platz des Kraftfahrers eingesetzt.


www.artec-boxer.com
www.kmweg.de
www.rheinmetall.com





Montag, 3. Juli 2017

SIG Sauer stellt MCX VIRTUS vor

Newington, N.H./USA (ww) SIG SAUER stellt sein Waffensystem MCX VIRTUS vor. Die Plattform in den Kalibern 5,56 x 45 mm NATO und .300 BLK (7,62 x 35 mm) basiert auf dem SIG MCX.
SIG MCX VIRTUS Patrol (Foto: SIG Sauer)


In den letzten Jahren setzte SIG Sauer das Feedback seitens der MCX-User von Spezialkräften weltweit um. Diese flossen in das MCX VIRTUS ein. Die Produktverbesserungen zielten auf höhere Genauigkeit, weiter verbesserte Modularität, und eine hohe Lebensdauer von über 20.000 Schuss für alle Teile des Systems. Das SIG MCX VIRTUS lässt sich durch unterschiedliche Lauflängen, Schulterstützen, Handschutze und Farbgebungen in über 500 Varianten konfigurieren. Geblieben sind bewährte Elemente wie das Kurzhub-Gaskolbensystem, die Verschlusskonstruktion und die kaltgehämmerten Läufe (9“, 11,5“ und 16“), welche allerdings jetzt mit einem schwereren Profil versehen sind. Sie lassen sich auf Nutzerebene austauschen. Ebenso ist der neue SIG-Matchlite-Druckpunktabzug verbaut.
SIG MCX VIRTUS SBR (Foto: SIG Sauer)


Ein neues konisches Profil der Verriegelungswarzen soll die Verschlussbewegungen flüssiger machen und die Lebensdauer des Verschlusses erhöhen. Weiterhin gib es acht verschiedene Handschutze mit M-LOK-Befestigungssystem. Die Namensgebung des MCX VIRTUS bezieht sich auf das gleichnamige lateinische Wort, welches für  Mut, Tapferkeit und Exzellenz steht. Es soll somit den Geist der MCX-Nutzer widerspiegeln.


https://www.sigsauer.com/products/firearms/rifles/sig-mcx-virtus/

Mittwoch, 28. Juni 2017

Vorwärts marsch - Bundeswehr bestellt weitere Soldatensystem Infanterist der Zukunft - Erweitertes System

Koblenz/Düsseldorf (ww) Die deutschen Streitkräfte modernisieren ihre Infanterie weiter. So hat das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnologie und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) am 27. Juni 2017 weitere 68 Zugausstattungen des Soldatensystems IdZ-ES bei Rheinmetall bestellt. Der Bruttowert dieses Auftrags liegt bei rund 370 Millionen Euro (Netto: 310 Mio Euro). Die Auslieferung an die Truppe erfolgt ab 2018 und wird Ende 2020 abgeschlossen sein.
IdZ-ES. Die Bekleidungs-, Schutz- und Trageausstattung der neuen Systeme
wird im Fünf-Farb-Tarndruck ausgeliefert werden. .
(Foto: Rheinmetall)
Die modulare Kampfausstattung „Infanterist der Zukunft-Erweitertes System“ (IdZ-ES) bindet die abgesessen operierenden Soldaten in die vernetzte Operationsführung ein. Als „boots on the ground“ entdecken, erkennen und identifizieren sie Ziele und bekämpfen sie – entweder durch ihre eigenen Kampfmittel oder durch andere Effektoren des Verbundes Aufklärung-Führung-Wirkung. Die schnelle, präzise, angemessene Bekämpfung von Zielen trägt somit nicht nur zum Schutz eigener Kräfte, sondern auch zum Schutz der Bevölkerung und zur Vermeidung von Kollateralschäden bei. Seit Sommer 2013 befindet sich IdZ-ES im Einsatz in Afghanistan.

Montag, 26. Juni 2017

Auftrag ausgeführt: Airbus liefert letzten H145M LUH SOF termingerecht an die Luftwaffe aus

Donauwörth (ww) Am 26. Juni 2017 übergab Airbus Helicopters den letzten von 15 leichten Mehrzweckhubschraubern des Typs H145M LUH SOF an die Bundeswehr. Die beim Hubschraubergeschwader 64 in Laupheim stationierten Helikopter werden für die Spezialkräfte der Bundeswehr in den Einsatz gehen.  LUH SOF steht für „Light Utility Helicopter (LUH) Special Operations Forces (SOF)“, also „Leichter Unterstützungshubschrauber für Spezialkräfte“.
H145M LUH SOF des Hubschraubergeschwaders 64 in Formation (Foto: Airbus/Bundeswehr)
Bei der H145M handelt es sich um die militärische Version des bewährten zweimotorigen Zivilhubschraubers H145, der 2014 erstmals ausgeliefert wurde. Inzwischen hat die gesamte H145-Flotte es auf über 50.000 Flugstunden gebracht. Mit einem maximalen Abfluggewicht von 3,7 Tonnen kann die agile H145M für ein breites Spektrum an Aufgaben in den Bereichen Transport, Versorgung, Überwachung, Luftrettung, bewaffnete Aufklärung und medizinische Evakuierung verwendet werden. Die H145M LUH SOF der Bundeswehr sind ausgestattet mit einem Abseilsystem zur Verbringung von Spezialkräften, einem Hochleistungskamerasystem zur Aufklärung sowie Vorrichtungen zur Feuerunterstützung im Einsatz und ermöglicht damit den Spezialkräften eine breite Vielfalt an neuen Einsatzmöglichkeiten. Darüber hinaus bietet der neue Hubschrauber mit einem ballistischen Schutz sowie einer elektronischen Selbstschutzanalage ein hohes Maß an Sicherheit im Einsatz.

Sonntag, 25. Juni 2017

Kommandeurwechsel beim Kommando: BG Alexander Sollfrank folgt BG Dag Baehr beim KSK

Calw (ww) Das Kommando Spezialkräfte steht unter neuer Führung. Am vergangenen Freitag (23.06.2017) übergab der Kommandeur der Division Schnelle Kräfte, Generalmajor Andreas Marlow, die Führung des in Calw stationierten Eliteverbandes von Brigadegeneral Dag Baehr an Brigadegeneral Alexander Sollfrank.

Die Kommandoübergabe in Calw: BG Dag Baehr, GM Andreas Marlow, BG Alexander Sollfrank (Foto: KSK)
Für Brigadegeneral Baehr geht es zunächst ans Royal College of Defence Studies in London. Brigadegeneral Sollfrank ist gelernter Panzergrenadier und Infanterist (Jäger und Gebirgsjäger). Der 1966 geborene Franke studierte an der Bundeswehr-Universität München Staatswissenschaften und nahm zudem am 42. Lehrgang General- und Admiralsstab National teil. Es schlossen sich Verwendungen als Planungsstabsoffizier im Einsatzführungskommando der Bundeswehr und als Referent im Führungsstab des Heeres an. Von 2006 bis 2009 diente Sollfrank als Kommandeur des Gebirgsjägerbataillons 232.  Weitere herausragende Verwendungen waren Referent im Planungstab des BMVg, G3 der 10. Panzerdivision und Chef des Stabes der Division Schnelle Kräfte. In seiner letzten Verwendung führte Sollfrank die Gebirgsjägerbrigade 23, die er im Juni 2017 an Oberst Jared Sembritzki übergab. Einsatzerfahrung sammelte der Vater zweier Kinder in Somalia, auf dem Balkan und in Afghanistan.
Der S&T-Blog gratuliert beiden Generalen herzlich und wünscht alles Gute, viel Erfolg, Freude, Fortune, Soldatenglück und Gottes Segen für die neuen Verwendungen!