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Dienstag, 6. Februar 2018

Neue Medipacks für Schutzleute in NRW

Düsseldorf (ww) Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul hat die ersten 50 Medipacks an die Polizei übergeben. Bis Ende 2018 sollen insgesamt 10.000 dieser kompakten Taschen insbesondere an die Regeldienstkräfte ausgeliefert werden.
Inhalt der neuen Medipacks (Foto: Innenministerium NRW)
Die Medipacks enthalten alles zur Erstversorgung stark blutender Wunden:
* Tourniquet (Aderpresse zum Abbinden lebensbedrohlicher Blutungen)
* Chest-Seal-Pflaster
* Notfallbandage (sogenannte OLAES-Bandage zum sicheren Anlegen eines Druckverbandes und zur Wundtamponade)
* Erste-Hilfe Handschuhe
* Verbandpäckchen in unterschiedlichen Größen
* Schere
* Rettungsdecke
* Leitfaden zur Handhabung
* Dokumentationskarte
„Wenn wegen anhaltender Gefahr – etwa durch einen bewaffneten Täter – medizinische Hilfe nicht rechtzeitig möglich ist, werden unsere Polizistinnen und Polizisten zu Lebensrettern“, erklärte Reul. Gerade bei Schussverletzungen reichten herkömmliche Verbandsmaterialien nicht aus. „Mit den Medipacks bekommen unsere Streifenteams, was bei Spezialkräften längst Standard ist“, so der Minister.
Um im Ernstfall lebensbedrohliche Verletzungen zu erkennen und dann unter Stress auch handlungssicher mit Hilfe des Medipacks zu versorgen, werden die Polizistinnen und Polizisten speziell geschult. „Das Wissen, das dabei vermittelt wird, kann auch im Polizeialltag dabei helfen, Leben zu retten - zum Beispiel bei Verkehrsunfällen mit schwerverletzten Personen“, betonte Reul.

Der Stückpreis der Taschen mitsamt Inhalt liegt bei rund 110 Euro.

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