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Donnerstag, 7. September 2017

Die Speerspitze - neues Sturmgewehr Grot und neue MAPA-Ausstattung für neue polnische Territorialverteidigungskräfte

Kielce, Polen (ww) Die polnische Waffenfabrik FB Radom hat vom Verteidigungsministerium ihres Heimatlandes den Auftrag zur Lieferung von 54.000 neuen Sturmgewehren Grot (“Speerspitze“) erhalten.
Mobile Territorialkräfte-Trupps präsentierten das neue Sturmgewehr GROT und die neue MAPA-getarnte Ausstattung auf der MSPO 2017 - hier vor dem Lynx KF31 in Schützenpanzervariante mit LANCE-Turm. (Foto: JPW)

Auf der Rüstungsmesse MSPO wurde am 6. September 2017 der seit Jahrzehnten größte Auftrag an FB Radom zur Lieferung von Handwaffen unterzeichnet. Damit kommt die einst unter dem Projektnamen "Modulowy System Broni Strzeleckiej" (MSBS, modulares Handwaffensystem) entwickelte Waffe nun endgültig in die Truppe. Bisher war nur die für Repräsentationszwecke ausgelegte Version für das Wachbataillon beschafft worden.
Die neue "Grot" kommt in der klassischen Konfiguration und im Kaliber 5,56 x 45 mm. Der wahlweise Einzel- und Dauerfeuer schießende Gasdrucklader mit Drehkopfverschluss wiegt leer 3,65 Kilo und kommt auf eine Kadenz von 700 – 900 Schuss/Minute.
Die Grot von der linken...
...und von der rechten Seite (Fotos: JPW)
Die klappbare Schulterstütze ist längenverstellbar und lässt im eingeschobenen Zustand die maximale Gesamtlänge von 900 mm auf auf 843 mm sinken. Serienmäßig verfügt die Waffe über eine klappbare Eisenvisierung. Die Einsatzreichweite liegt bei bis zu 500 Meter. Die ersten Exemplare der Grot sollen noch dieses Jahr ausgeliefert werden. Der Auftrag soll bis 2020 abgeschlossen sein.
Die Grot war bisher nur in einer Version für Repräsentationszwecke (r.) beschafft worden, links die Ausstattung für die Territorialverteidigungskräfte (Foto: JPW)
Zu den ersten Nutzern des Gewehrs Grot gehören die neu in Aufstellung befindlichen polnischen Territorialverteidigungskräfte. Die "Wojska Obrony Terytorialnej" bilden nach Heer, Luftwaffe, Marine und Spezialkräften die fünfte Teilstreitkraft. 17 Brigaden wollen die polnischen Streitkräfte davon schaffen: Eine pro Woiwodschaft und eine zusätzliche in der Hauptstadt Warschau. Die neuen Heimatschutzkräfte sind als leichte Infanterie konzipiert.
Frühe (vorne) und aktuelles Version des neuen Tarnschemas "Mapa" (Foto: JPW)
Auf der MSPO war weiterhin die eigens für die Heimatschutzkräfte entwickelte Ausstattung in dem Tarnschema „MAPA“ zu sehen. Sie wird von dem Ausstatter Maskpol gefertigt und umfasst einen zweizeiligen Kampfanzug mit integriertem Knieschutz, einen modularen Plattenträger sowie einen mit Nachtsichtbrille und aktivem Gehörschutz kompatiblen Gefechtshelm.
Das braune Barett der Territorialverteidigungskräfte. Die kleinere "französische Form" der Kopfbedeckung wird auch in anderen polnischen Truppengattungen modern. (Foto: JPW)

Derzeit trägt die neue fünfte Teilstreitkraft allerdings noch die klassische Tarnuniform und Ausrüstung. Dazu kommt ein erdbraunes Barett mit dem polnischen Adler.

www.mon.gov.pl
www.fabrykabroni.pl
www.maskpol.com.pl

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